You are hereAKW Unfall in Slowenien

AKW Unfall in Slowenien


ORF Teletext vom 04.06.08 22:00 Strahlenwerte ORF Teletext 04.06.2008 22:23 Krsko Map Krsko Nuclear Plant SAT image (c) Google, GeoEye, Europa Technologies 20.08.2001 Radioactivity Slovenia

Nach einem Zwischenfall im Kühlsystem des slowenischen Atomkraftwerks Krsko hat die EU-Kommission hat europaweiten Alarm ausgelöst. (de.news.yahoo.com)

04.06.2008
ANNOUNCEMENT - Unusual Event at the Krsko NPP

There was a water leak from the primary circuit inside the containment at the Krsko NPP today on 4 June 2008.

Operators have shut down the plant safely. Situation is under control. The plant is in stable condition. There is no off-site impact and there is no need for off-site protective measures.

dr. Andrej Stritar

The SNSA Director

Radioactivity Automatic Measurement network of external gamma radiation in Slovenia
http://www.ursjv.gov.si/en/monitoring/mzo/

Laut Angaben der Slowenischen Atomsicherheits-Behörde wurde das ausgetretene Wasser durch das so genannte Containment, einen Sicherheitsbehälter, aufgefangen. Es habe keinerlei Auswirkungen außerhalb des Kernkraftwerkes gegeben.
http://www.ursjv.gov.si/en/splosno/cns/news/article/4597/538...

Teletext Seite 784


Die Messdaten des Strahlenfrühwarnsystems sind über den ORF-Teletext (Seite 784) auszugsweise abrufbar.

http://teletext.orf.at/700/784_0001.htm

Krsko ist bisher das einzige Kernkraftwerk Sloweniens. Es deckt rund 40 Prozent des Strombedarfs von Slowenien.

Im Hauptkühlsystem (Primärkreislauf) war Kühlflüssigkeit ausgetreten und die Reaktorleistung daraufhin gedrosselt worden. Der Reaktor wurde mehrere Stunden später komplett abgeschaltet, um die Ursache für das Problem untersuchen zu können.
http://www.ftd.de/politik/europa/:Atom%20Zwischenfall%20EU%2...

Laut Angaben der Kommission sei keine Radioaktivität in die Atmosphäre ausgetreten. Eine Gefahr für die Umwelt oder die Bevölkerung habe nicht bestanden.

Die europaweite Warnung erfolgte über ECURIE (European Community Urgent Radiological Information Exchange), ein europaweites Warnsystem, das die national zuständigen Behörden im Falle eines größeren Atomunfalles alarmiert

Krško (deutsch Gurkfeld) ist ein Ort mit 6.866 Einwohnern (2002) und eine Gemeinde in Slowenien, in der historischen Region Unterkrain (Dolenjska).

Bekannt ist der Ort vor allem für das Kernkraftwerk Krško, das seit 1981 gemeinsam von Slowenien und dem Nachbarland Kroatien betrieben wird. Er befindet sich etwa 380 km südöstlich von München (Luftlinie).

Am 4. Juni 2008 ereignete sich in dem Kraftwerk eine Havarie, bei der Kühlflüssigkeit aus dem Primärkreislauf des Reaktors austrat; in einer ungewöhnlichen Reaktion löste die EU-Kommission daraufhin einen europaweiten Alarm aus. (wikipedia)

AKW Krsko (SLO)
Adresse: Nuklearna elektrarna Krsko 8270 Krsko, Vrbina 12
Tel.: (0608) 21 621; fax.: (0608) 21 528, 22 888, 21 00
Land: Republik Slowenien
Atomstromanteil: 20 % (50 % der Energie aus Krsko werden nach Kroatien exportiert)
Baufirma: Westinghouse
Reaktortyp: Druckwasserreaktor PWR (US-amerik. Konstruktion)
Baubeginn: 30.03.1975
Netzsynchronisation: 02.10.1981
Kommerzieller Betrieb: 01.01.1983
Abschaltung: 2023 geplant
Anzahl der Reaktoren: 2
Elektrische Leistung: 632 MW
Brennstoffgewicht: 48,7 t
Containment: ja

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kr%C5%A1ko

Krsko versorgt Slowenien und Kroatien mit elektrischer Energie. Trotz der westlichen Technologie gilt Krsko als eines der unsichersten Kraftwerke in Europa. Nachrüstungen brachten nur eine geringe Sicherheitsverbesserung.

Wegen seiner Lage an einer aktiven Erdbebenlinie ist das AKW zusätzlich gefährdet und müsste eigentlich sofort vom Netz genommen werden. (anti.atom.at)

04.06.2008 20:39

Umweltminister Josef Pröll verlangt Aufklärung zu Vorfall in AKW Krsko. Gegenüber Österreich wurde lediglich eine Übung gemeldet - über die Kommission aber europaweiter Alarm ausgelöst

Wien (OTS) - Umweltminister Pröll verlangt von Slowenien umgehend Aufklärung darüber, wie es dazu kommen konnte, dass ein Vorfall im Primärkreislauf des AKW Krsko dem österreichischen Strahlenschutz lediglich als Übung gemeldet wurde, während gleichzeitig über dasECURIE Warnsystem der EU ein europaweiter Alarm ausgelöst wurde.

Pröll: "Auch wenn es offenkundig zu keinem radioaktiven Austritt in Krsko gekommen ist, sehe ich das Vertrauen in die Alarmierung durchSlowenien massiv in Frage gestellt." Pröll will bereits morgen beim Umweltministerrat in Luxemburg Protest einlegen und volle Aufklärung verlangen.

Rückfragehinweis:
   Daniel Kapp
   Pressesprecher des Bundesministers
   +43 664 102 85 83

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - OTS0348   

Fest steht derzeit (20:51 Uhr) lediglich:

* Das primäre Kühlsystem hat Kühlflüssigkeit verloren
* Das Atomkraftwerk wird derzeit in einen sicheren Zustand gebracht - also abgeschaltet
* Es ist keine Radioaktivität ausgetreten

Wozu dann also die Aufregung? Ist schlicht NOCH keine Radioaktivität ausgetreten? Heißt die Meldung “das AKW wird derzeit in einen sicheren Zustand gebracht”, dass das AKW derzeit in einem unsicheren Zustand ist?

http://www.loub.at/?p=194

Zu kritisieren ist jedoch die mangelnde Investitionsbereitschaft der Kraftwerksleitung sowie der slowenischen Atomenergiebehörde, was beispielsweise dazu führte, dass erst nach jahrelangem Hin und Her und wiederholten Warnungen von Expertenseite im Jahr 1999 endlich die zwei Dampfgeneratoren der Anlage ausgetauscht wurden.

Die Betriebsdauer von Krsko ist bis 2023 ausgelegt.
http://www.reyl.de/tschernobyl/osteuropa/krsko.html

Das Atomkraftwerk Krsko steht nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen: Schon öfter wurden Pannen gemeldet, Umweltschützer forderten die Abschaltung. Finanziert wurde der Bau auch mit deutschen Geldern. Die Betreiber planen sogar einen zweiten Reaktor.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,557776,00.html