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Bill Gates Statement


Sehr geehrte Damen und Herren,

Unternehmen stehen tagtäglich vor der Herausforderung unterschiedliche Software von verschiedenen Herstellern zu integrieren. In diesem Text erläutern wir Ihnen die Aktivitäten von Microsoft im Hinblick auf die Interoperabilität unserer Produkte in einer heterogenen IT-Umgebung.

Interoperabilität als Entwicklungsziel

Jeden Tag müssen Unternehmen dafür sorgen, dass unterschiedliche Softwarekomponenten von verschiedenen Herstellern einwandfrei zusammenwirken. Denn für die erfolgreiche Verschlankung der Geschäftsprozesse, die intensivere Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern oder das Gelingen von Unternehmensfusionen und -übernahmen ist die Integration von Software ein entscheidender Faktor. Unabhängig davon, ob Sie Ihr Unternehmen an die Systeme Ihrer Partner anbinden, auf einem Großrechner auf Daten zugreifen, in unterschiedlichen Programmiersprachen geschriebene Anwendungen verknüpfen oder versuchen, sich in die verschiedensten Systeme einzuwählen – die Kombination heterogener Technologien bei gleichzeitiger Kostensenkung ist eine Aufgabe, die heute jeden Unternehmensbereich betrifft.

Im Laufe der Jahre hat unsere Branche viele Bestrebungen unternommen, um die Heterogenität von Software in den Griff zu bekommen. Die einzige Lösung, die sich als durchwegs effizient erwiesen hat – und von der Entwickler am meisten profitieren – ist das Bekenntnis zur Interoperabilität. In der Industrie ist es eingespielte Norm, dass unterschiedliche Anwendungen und Systeme die Aufgaben erledigen, für die sie am besten geeignet sind, und eine gemeinsame Struktur dafür sorgt, dass die unterschiedlichen Systeme untereinander kommunizieren und Daten austauschen können.

Insgesamt ist die Interoperabilität ein pragmatischerer Ansatz als beispielsweise der Versuch, die Kompatibilität aller Systeme auf Code-Ebene zu erreichen oder ausschließlich neue Middleware-Schichten zu ergänzen, damit alle Systeme gleich aussehen und auf die gleiche Weise agieren, beziehungsweise eine Austauschbarkeit verschiedenartiger Systeme zu verfolgen. Auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses der Systeme über grundlegende Protokolle kann unterschiedliche Software trotz geringer oder nicht vorhandener Kenntnisse der einzelnen Komponenten reibungslos interagieren. Das wohl deutlichste Beispiel für diese Art der Interoperabilität ist das Internet, in dem jede Software Daten verknüpfen und austauschen kann, sofern die grundlegenden Protokolle beachtet werden.

Einfach ausgedrückt hat sich die Interoperabilität als Ansatz für den Umgang mit der Vielfalt und Heterogenität der am Markt erhältlichen Systeme bewährt. Ich möchte mich heute auf zwei bedeutende Vorstöße im Rahmen unserer Strategie zur Produktinteroperabilität konzentrieren: Zunächst wollen wir der Anforderung unserer Kunden nach Software, die reibungslos mit bereits installierten Systemen funktioniert, auch in Zukunft nachkommen. Als zweites arbeiten wir gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche an der Definition einer neuen Generation von Software und Web-Services, die auf der eXtensible Markup Language (XML) basieren. XML ermöglicht unterschiedlicher Software den effizienten Austausch von Daten und gestattet eine erhöhte "Interoperability by Design", also die verbesserte Interoperabilität, die schon im Konzept steckt. Unser Ziel ist, die Leistungsstärke der modernen (und weniger modernen) Unternehmenssoftware zu nutzen und dafür zu sorgen, dass die Software so zusammenwirken kann, dass sich durch das Zusammenspiel ein größerer Nutzen ergibt als durch den addierten Einsatz der Lösungen allein. Darüber hinaus sollen Reibungen unter den heterogenen Architekturen und Anwendungen beseitigt werden, ohne dabei die eigentliche Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Obwohl dieser Ansatz auf den ersten Blick nahe liegend erscheint, vermischt sich die Forderung nach Interoperabilität manchmal mit anderen Themen. Interoperabilität wird manchmal schlichtweg als Einhaltung einer veröffentlichten Spezifikation angesehen, die entweder ein oder mehrere Hersteller oder eine für Standards zuständige Organisation herausgibt. Die bloße Veröffentlichung einer Spezifikation erzielt aber nicht keine Interoperabilität, hier wird vielmehr übersehen, dass jede Menge harte Arbeit erforderlich ist, um interoperable Produkte erfolgreich zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Struktur, die von der Spezifikation definiert wurde, nutzbringend in die Software integriert und in einer Produktionsumgebung getestet wird.

Interoperabilität wird häufig auch mit Open Source Software verwechselt. Bei der Interoperabilität geht es um verschiedene Softwaresysteme, die zusammenwirken. Open Source hingegen bietet eine Methode für die Lizenzierung beziehungsweise Entwicklung von Software - die interoperabel sein kann, aber nicht muss. Außerdem fördert Open Source die Entwicklung vieler gleicher Softwareanwendungen, was zu zusätzlichen Kosten für die Implementierung und das Testen der Interoperabilität führen kann.

Mit dem arbeiten was man hat

Bestehende Technologien im großen Stil auszuwechseln, ist für die meisten Unternehmen extrem schwierig, da die Investitionen in eine Vielzahl von Systemen diverser Hersteller schlichtweg zu hoch waren. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen nach wie vor wichtig, dass neue Software mit den bestehenden Systemen zusammenarbeiten kann. Microsoft investiert daher permanent in die Unterstützung seiner Kunden und hilft ihnen bei der Integration der Microsoft Plattformen und Anwendungen mit einer Reihe von gängigen (aber auch nicht so gängigen) Hardware-, Software- und Netzwerkprodukten.

Entsprechend stellt Microsoft vom Betriebssystem bis zu den einzelnen Anwendungen ein umfassendes Portfolio aus interoperabler Software zur Verfügung. Unsere Software ist mit so gut wie allen Technologien interoperabel, unabhängig davon, ob diese Technologien seit Jahrzehnten oder erst seit einer Woche am Markt sind. Microsoft Software spricht die Sprache der meisten Technologien: der Großrechner und Minicomputer von IBM und anderen Herstellern, der Betriebssysteme wie Mac OS und diversen UNIX-Betriebssystemen, einschließlich Linux, der Netzwerke wie NetWare oder AppleTalk und der nativen Internet-Protokolle. Unsere Software versteht Dutzende von Programmiersprachen, von COBOL über RPG und C++ und Java bis hin zu den neuesten experimentellen Sprachen, Hunderte von Datenbanken wie Oracle, Sybase und DB2, gängige Geschäftsanwendungen wie SAP oder Siebel; vertikale Industriestandards, unter anderem SWIFT oder HL7, E-Mail-Systeme und Infrastrukturprodukte, die Message Queues, Directory, Management und Security bieten.

Viele Microsoft Produkte wie Windows, Office, SQL Server, Exchange und Visual Studio verfügen über diverse Funktionalitäten, die speziell auf die Interoperabilität mit Nicht-Microsoft-Produkten ausgerichtet sind. Bei einigen Microsoft Servern steht die Interoperabilität voll und ganz im Mittelpunkt, dazu gehören der Host Integration Server mit Connectivity für Mainframes, der BizTalk Server für die heterogene Integration in multiple Anwendungen oder der Identity Integration Server, mit dem die Nutzerauthentifizierung und die Verwaltung diverser Systeme vereinfacht wird. Die Integration der Interoperabilität ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit und berücksichtigt sowohl die Anforderungen unserer Kunden als auch deren bestehende IT-Umgebungen.

Während sich unsere Investitionen in die Interoperabilität in erster Linie auf das Design unserer eigenen Software konzentrieren, arbeiten wir auch an einer industrieweiten Interoperabilität. So beteiligt sich Microsoft an formellen und informellen Organisationen, die Interoperabilitätsstandards festlegen und unterstützt die Definition von Spezifikationen, die Voraussetzung für die Interoperabilität sind. Wir veröffentlichen APIs, Protokolle und Software Development Kits und vergeben Lizenzen für das in Verbindung mit dieser Technologie stehende geistige Eigentum, damit auch andere Unternehmen interoperable Software entwickeln können. Darüber hinaus arbeiten wir mit einer Reihe von Anbietern, auch mit direkten Mitbewerbern zusammen und tauschen Technologien aus, um Interoperabilitätslösungen zu erstellen, die mit unseren Produkten zusammenwirken.

Laut einer vor kurzem von Jupiter Research durchgeführten Studie vergeben 72 Prozent der IT-Manager den Microsoft Technologien Bestnoten für Interoperabilität. Und für die Verbesserung der Interoperabilität in der Finanzbranche auf Basis von Web-Services wurde Microsoft.NET vom „Waters Magazin" kürzlich zur besten Geschäftsentwicklungsumgebung gewählt. Die Erfolge, die Microsoft im Bereich Interoperabilität verbuchen kann, ergeben sich aus der Entwicklung des Unternehmens Microsoft: Aufgrund der unglaublichen Vielfalt von Hardware und Software für den PC haben wir schon immer mit Nachdruck an gut funktionierenden Mechanismen gearbeitet, die verschiedene Produkte unterschiedlicher Hersteller interagieren lassen. Denn ohne Bekenntnis zur Interoperabilität wäre die gesamte Branche einschließlich Microsoft in den Kinderschuhen stecken geblieben.

Einsatz von XML zur Umsetzung von „Interoperabilität by Design"

Damit Software von Microsoft eine unfassbare Vielzahl von Interoperabilitätsmechanismen unterstützen kann, und auch noch so kleine Hardware- und Softwarekomponenten interoperabel sind, muss jeder Mechanismus einzeln entwickelt, getestet und gewartet werden. Die Anforderung, für jedes Interoperabilitätsproblem eine individuelle Lösung zu erstellen, resultiert in einer ständig steigenden Komplexität. Dabei sind die Ressourcen von Kunden und Herstellern - auch Unternehmen der Größenordnung von Microsoft - für die erforderliche Dokumentation, das Testen und für die Aufzeichnung jedes kleinsten technischen Details begrenzt.

Um dieses Problem anzugehen arbeitet Microsoft zusammen mit der Industrie an der Entwicklung einer völlig neuen Softwaregeneration, die bereits vom Konzept her interoperabel ist. Dadurch verringert sich der Aufwand für individuelle Entwicklungen und die beschwerlichen Test- und Zertifizierungsverfahren. Im Mittelpunkt der Entwicklung dieser neuen Softwaregeneration steht XML. Informationen, die auf XML basieren, sind selbst beschreibend - und daher für verschiedene Systeme leicht verständlich. Erfolgt beispielsweise der Austausch einer Bestellung zwischen zwei Systemen, werden die Eigenschaften dieser Bestellung in XML beschrieben, so dass jedes System, das die Informationen erhält, diese übersetzen und ausführen kann. Dieser Ansatz bildet auch die Grundlage für XML-basierte Web-Services, die wiederum ein Internet-basiertes Protokollset für Distributed Computing bereitstellen. Das neue Modell für die Kommunikation von Software wurde industrieweit angenommen und ist Eckpfeiler von Microsoft .NET und der jüngsten Generation unserer Visual Studio Tools für Softwareentwickler.

Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Verwendung von XML als Daten-Interoperabilitätsrahmen für Office 2003 und Office System wider. Office Dokumente, Tabellen und Formulare können im XML-Dateiformat abgespeichert werden, das für jeden ungehindert zur Verfügung steht beziehungsweise lizenziert und genutzt werden kann. Außerdem unterstützt Office kundendefinierte XML-Schemata, die über die bestehenden Dokumentenarten in Office hinausgehen. Dadurch ergeben sich zwei Dinge: Durch die Unterstützung der Daten im XML-Format können Kunden die Daten zunächst problemlos in den vorhandenen Systemen öffnen und mit vertrauten Office Anwendungen bearbeiten. Anschließend können die in Office erstellten Daten von anderen Geschäftsanwendungen problemlos weiterverwendet werden.

Die XML-basierte Architektur für Web-Services mit der Bezeichnung WS-* ("WS-Star") wird in enger Zusammenarbeit mit Dutzenden Unternehmen wie IBM, Sun, Oracle und BEA entwickelt. Dieses Standardprotokollset verringert die Kosten und Komplexität, die bei der Verbindung ungleicher Systeme entstehen, drastisch. Weiterhin ermöglicht WS nicht nur die Interoperabilität innerhalb einer Organisation, sondern auch rund um den Globus. Forrester Research prognostizierte Mitte 2003, dass „service-orientierte Architekturen, mit denen die Standardinstallation von Software erfolgt, die Integrationskosten um ein 10-faches verringern werden". Laut Forrester sind diese Einsparungen vom heutigen Standpunkt aus realistisch. Die Definition von gut konzipierten Protokollarchitekturen ist aber nur ein Teil der Aufgabe. Unter anderem haben Microsoft und andere Unternehmen erheblich Ressourcen investiert, damit sicher gestellt ist, dass die Implementierungen von Web-Services verschiedener Unternehmen auch wirklich interoperabel sind. So fanden unter anderem Workshops statt, umfangreiche Testungen, die Überprüfung von Spezifikationen angesichts der Erfahrungen und sogar die Gründung eines Gremiums mit dem Namen " WS-I", das die Aufgabe hat, die Interoperabilität zu sichern.

Bis heute haben Microsofts Investitionen in die Interoperabilität signifikante Vorteile für Kunden und Industrie erzielt. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir noch mehr tun können, um Kunden und Partner dabei zu unterstützen, die Interoperabilität noch zu erhöhen , um den Anforderungen in ihren Unternehmen gewachsen zu sein. Das Fundament, das wir mit XML bieten, verringert bereits erheblich die Faktoren Zeit, Know-how und Kosten, die für die Integration der Systeme erforderlich sind.

Darüber hinaus sehen wir auch hervorragende Chancen für Entwickler und IT-Experten, um eine neue Softwaregeneration zu etablieren, die vom Konzept her interoperabel ist. Auf einer gerade veröffentlichten Internetseite ( HYPERLINK "http://www.microsoft.com/interop" \o "http://www.microsoft.com/interop" http://www.microsoft.com/interop) finden sich Details über die Interoperabilitätsmerkmale unserer Software. Hier stehen auch die technischen Informationen, Webcasts und Veranstaltungen zur Verfügung, die Sie dabei unterstützen, unsere Produkte in einer heterogenen Softwareumgebung optimal einzusetzen.

Bill Gates

Tipps rund um den Virenschutz
Nach dem "Melissa"-Virus und nun erneut nach dem viel schlimmeren "ILOVEYOU"-Virus (genaugenommen handelt es sich um einen Wurm) wurde das Thema Computer-Viren in der Presse groß und breit diskutiert. Leider gab es nur wenige Stellen, die sachlich alle Aspekte angerissen haben.

In vielen Fällen wurde nur die Firma Microsoft angegriffen, da sich der Wurm gerade auf diesem Betriebssystem und dem zugehörigen Mail-Programm Outlook bzw. Outlook-Express verbreitet. Weiterhin wurde der Untergang des Internets prophezeit. Von Sachlichkeit kann hier keine Rede sein.

Hier soll nun kein Lob von Mircosoft-Produkten verbreitet werden, da sie meines Erachtens viel fehleranfälliger als Produkte anderer Hersteller sind. Aber diese Firma für die Verbreitung der Viren verantwortlich zu machen, ist viel zu einfach. Da Microsoft nun einmal sehr verbreitet ist, sind diese Produkte auch eher ein Angriffsziel als wenig verbreitete Produkte wie z. B. OS/2. Oder würden Sie, wenn Sie Falschgeld in Umlauf bringen wollen, schweizer Franken fälschen statt Dollar oder Euro. Dies befreit Microsoft natürlich nicht von der Pflicht, es den Viren möglichst schwer zu machen. Aber einen absoluten Schutz gibt es nicht.

Die Hauptpflicht liegt beim Anwender selber. Alle Virenschutzprogramme können nur auf bekannte Viren reagieren. Und Fehler im Betriebssystem oder Mailprogramm wird es immer geben. Die Systeme sind so komplex, dass hier immer Fehler vorhanden sein werden, die man sich auch destruktiv zu nutze machen kann. Der Anwender kann mit ein wenig Vorsicht ohne weitere Hilfe die Infektion seines Rechners verhindern. Bei einem 50 Euro Schein prüfen Sie auch, ob er echt ist oder nicht. Dies geschieht meist unbewusst. Oder nehmen Sie einen solchen Schein entgegen, wenn er nur auf einer Seite bedruckt ist. Genau so ist es nämlich bei den genannten Viren. Wenn man nur ein wenig hinsieht, sind sie sofort als solche zu erkennen. Und eben dieses "Hinsehen" sollte Ihnen in Fleisch und Blut übergehen.

Nachfolgend habe ich ein paar wichtige Tipps bzw. Regeln aufgeführt, die im Weiteren noch ausführlich erläutert werden. Wenn Sie diese Tipps beachten, sind Sie relativ sicher vor einem Virenbefall. Einen 100 prozentigen Schutz gibt es nicht. Ich kann deshalb keinerlei Garantie dafür übernehmen, dass Sie nie einen Virenbefall erleben, wenn Sie die Tipps befolgen.

Tipps bzw. Regeln, um Viren rechtzeitig zu erkennen:
Sie sollten auf Ihrem Computer in jedem Fall einen Virenscanner installiert haben.
Die Festplatte sollte regelmäßig auf Viren durchsucht werden (z. B. einem wöchentlich jeden Freitag).
Die Virensignatur sollte ebenfalls regelmäßig aktualisiert werden. Dies sollte min. jedem Monat, besser noch jede Woche einmal geschehen.
Seien Sie misstrauisch!!! Bei unaufgeforderten Mails aus dem Internet. Der Ansprechpartner Ihrer Bank wird Ihnen sicherlich nicht in einer Fremdsprache einen Brief schreiben. Und bestimmt nicht einen Liebesbrief. Die gleiche Mail kommt auch niemals von mehreren verschiedenen Absendern.
Virenscanner
Unerlässlich ist das Vorhandensein eines Virenscanners auf dem Computer. Dieser sollte immer aktiv sein und alle ein- und ausgehenden Dateien auf bekannte Viren prüfen. Dies gilt auch für Computer, die nicht ans Internet angeschlossen sind. Viren werden nämlich auch über CD's und Disketten verbreitet. Der Scanner muss aber nicht teuer sein. Es gibt für den ausschließlichen privaten Gebrauch kostenlose Programme z. B. von AntiVir. Diese können von den jeweiligen Firmen kostenlos übers Internet geladen werden.

Regelmäßig die Festplatte durchsuchen!
Neben dem permanenten Scannen aller ein- und ausgehenden Daten, sollten Sie auch regelmäßig die komplette Festplatte auf Viren durchsuchen. Vielleicht haben Sie ja vor einigen Wochen schon einen Virus auf der Festplatte gespeichert, den der Virenscanner damals noch nicht kannte, und der bei Ihnen bis dato noch nicht aktiviert wurde. Regelmäßig heißt hier einmal die Woche.

Regelmäßig die Virensignatur aktualisieren!
Selbstverständlich nutzt das Virenprogramm nur dann etwas, wenn Sie regelmäßig eine neue Virensignatur aus dem Internet laden. Diese Virensignatur enthält die Merkmale aller zur Zeit bekannten Viren. Ohne Virensignatur kann das Programm auch keine Viren entdecken. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Downloads der Signaturen sollte einen Monat nicht überschreiten. Ein tägliches Update wäre aber übertrieben.

Seien Sie misstrauisch!
Die meiner Ansicht nach wichtigste Regel ist aber das gesunde Misstrauen bei allen eingehenden Daten. Ein deutscher Freund oder Geschäftspartner wird Ihnen sicherlich nicht in einer Fremdsprache schreiben. Um bei dem Vergleich mit Falschgeld zu bleiben. Würden Sie einen 50 Euro-Schein annehmen, auf dem in englischer Sprache "fifty euro" geschrieben steht? Auch eine Mail ohne persönliche Ansprache, in der Sie nur aufgefordert werden, sich den Anhang anzusehen, sollte bei Ihnen das Misstrauen wecken. Im übrigen arbeitet die Zeit bei dieser Art von Mails für Sie. Sollten Sie innerhalb kurzer Zeit die gleiche Mail mehrfach aber von unterschiedlichen Absendern erhalten, können Sie fast sicher sein, dass es sich um einen Virus handelt. Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, fragen Sie bei Absender nach, was er Ihnen da eigentlich geschickt hat. Im Falle eines Virus wird er es Ihnen nicht sagen können. Aber hier gibt es noch ein Problem: Bei einem Virus ist die Absenderangabe garantiert gefälscht.

Nach dem "ILOVEYOU"-Virus wurden auch Viren versandt, die vorgaben ein Virenschutz zu sein. Es wurden und es werden aber niemals unaufgefordert Anti-Viren-Programme versendet. Computer Associates versendet zum Beispiel immer nur Informationen über neue Viren und neue Virensignaturen, aber niemals die Signatur selbst. Eine andere Variante des Virus deklarierte sich als Bewerbung. Aber haben Sie als Privatperson schon einmal eine Bewerbung erhalten, die ernst gemeint war?

Im Übrigen sind nicht der Mailtext das gefährliche, sondern der Anhang. Bislang konnte noch kein Virus durch den reinen Text verbreitet werden. Gefährliche Anlagenformate sind ausführbare Programme und Dokumente, die Makros enthalten. Also alle .exe, .com, .vbs, .scr, .cpl-Dateien und .doc, .rtf, .xls, .xlt, .xlw Dateien. Auch komprimierte Dateien oder Archive können Viren enthalten. Letztere werden in bestimmten Fällen auch nicht vom Scanner erkannt, obwohl der eigentlich Virus längst bekannt ist.

Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig und es werden in Zukunft sicherlich noch neue Endungen hinzukommen.

Eine Ausnahme gibt es hier jedoch bei den sog. Hoax-Mails. Hier ist der Mailtext das Gefährliche, aber nur dann, wenn man die Anweisungen auch befolgt. Bei dieser Art von Mails wird im Text vor einem vermeintlichen und sehr gefa¨hrlichen Virus gewarnt, der von keinem Virenscanner erkannt wird. Deshalb wird man aufgefordert eine oder mehrere Dateien, die angeblich den Virus enthalten, von der Festplatte zu löschen. Hiermit kann man im schlimmsten Fall sein System so beschädigen, dass ein Neustart nicht mehr möglich ist. Weiterhin wird man meist aufgefordert, die Mail an alle Mailadressen zu senden, die man kennt. Dadurch wird die Verbreitung der Mail sichergestellt. Bei dieser Mail wird nichts automatisch durchgeführt, sondern der Empfänger der Mail wird gebeten, dies zu tun. Leider glauben viele Leute solch einer Mail, auch wenn Sie die Quelle der Informationen nicht kennen. Auch hier ist Misstrauen wieder der beste Schutz.

Links zu Seiten mit weiteren Informationen
Hier noch ein paar Links zu Web-Seiten, auf denen Sie weitere Infos zum Thema Virenschutz finden können.
Test und Vergleich von Anti-Viren-Programmen
c't Antivirus-Linksammlung
AntiVir
Ein besonderer Service des Heise-Verlags sei hier nicht unerwähnt. Auf der Internetseite http://www.heise.de/ct/antivirus/emailcheck kann man sich eine Mail zuschicken lassen, die die aktuellen Sicherheitseinstellungen des Mailprogramms testet und entsprechende Warnungen ausgibt. Dies ist besonders bei Outlook Express und Outlook ab Version 98 zu empfehlen.

Helfen Sie konstruktiv mit, beim Eindemmen von Viren!
Zum Schluss noch eine Bitte an meine Administrator-Kollegen. Bitte helfen Sie konstruktiv mit, die Verbreitung von Viren zu verhindern. Das pauschale Verurteilen einzelner Softwareprodukte ist lediglich destruktiv und zeugt von mangelnder Kompetenz. Zum Glück gibt es nur wenige solcher unsachlichen Äußerungen, die aber sehr unangenehm auffallen.

Beispielhaft sei hier die Äußerung: "Wer Microsoft einsetzt, ist es selber schuld. Linux ist viel besser." genannt. Solche Anmerkungen findet man sehr oft in News-Gruppen und haben in diesem Zusammenhang keinerlei wahren Hintergrund. Auch unter Unix gibt es Viren und Trojanische Pferde. Für den Angriff auf diverse Web-Seiten wurden zuvor Unix-Rechner vollkommen automatisch gehackt und dann der Angriff von hunderten solcher Rechner aus gestartet. Man sieht Unix hat auch seine Schwachstellen. Und wenn es keine Microsoft-Produkte gäbe, würden halt die Schwachstellen der anderen Betriebssyteme intensiver gesucht und auch gefunden.

Konfigurieren Sie Ihren Mail-Server so, dass er bei infizierten Mails keine Mitteilung an den Absender schickt. Dies ist unnötig, da die Absenderangabe zu 99% gefälscht ist und meist gar nicht existiert. Sie erzeugen damit meiner Meinung nach nur unnötigen Mail-Verkehr.

Auch die Ergänzung einer Mail mit dem Text, dass die ausgehende Mail geprüft und virenfrei ist, sollte unterbleiben. Sie wiegt den Empfänger nur in scheinbarer Sicherheit. Zum einen können Sie als Mail-Administrator nicht sicher sein, dass Ihr Virenscanner alle Viren findet. Und zum anderen kann doch auf dem Weg durchs Netz irgendwo trotzdem ein Virus angehängt werden. In der c't wurde hierzu auch die Frage der Haftung aufgeworfen. Sind Administratoren, die eine Mail als virenfrei kennzeichnen, für den Schaden haftbar, wenn trotzdem ein Virus daran hängt? Nicht zu letzt immitieren einige Mail-Viren (Würmer) solche Meldungen.
Quelle: http://www.pabelick.de/antivir.htm