Durch die zunehmende neoliberale Globalisierung sind nach Bourdieu atypische Arbeitsverhältnisse zur Regel geworden.
Diese Prekarisierung trifft nicht nur marginalisierte Gesellschaftsgruppen, sondern zunehmend auch solche mit noch gesichertem Einkommen.
Das organisierte Gegeneinander der Lohnabhängigen ist Bestandteil der neoliberalen Hegemonie. Die „strukturelle Gewalt“ der Konkurrenz soll aufgegeben werden zu Gunsten eines Erkennens der gemeinsamen Interessen.
P.B.: „Die Zukunft Europas hängt von den Deutschen ab.“ In: Perspektiven des Protestes. Initiativen für einen europäischen Wohlfahrtsstaat. VSA, Hamburg 1997 ISBN 3-87975-697-X (Interview von Brigitte Kols und Rolf Paasch mit P.B. Erstabdruck in Frankfurter Rundschau 13. Juni 1997), (franz. 1998)
Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstandes gegen die neoliberale Invasion. Konstanz 1998. Darin: Prekarität ist überall. (franz. 1998)
Die zwei Gesichter der Arbeit. Interdependenzen von Zeit- und Wirtschaftsstrukturen am Beispiel einer Ethnologie der algerischen Übergangsgesellschaft (übersetzt von Franz Schultheis). Konstanz. (2000)
Gegenfeuer 2. Für eine europäische soziale Bewegung. UVK, Konstanz 2001 (Raisons d'agir, 7) ISBN 3-89669-997-0 (franz. 2001)
Herrschaft der Männer über die Frauen - mit Symbolen
"Frage an einen Mann: Stellen Sie sich vor, sie tragen einen ziemlich kurzen Rock und müssen etwas vom Boden aufheben." - "Das ist oft nicht einmal den Frauen selbst bewußt, wie sehr Sie beherrscht werden."
Genau darum geht es bei der symbolischen Herrschaft:
Eine Form der Herrschaft, die funktioniert,
weil die Person, die beherrschat wird, sich dessen nicht bewußt ist.
Und so trägt Sie zu Ihrer eigenen Unterdrückung bei.
Soziologie ist ein Kampfsport
Kaum ein Soziologe hat sich so eingehend mit der öffentlichen Rolle der Intellektuellen und der Rolle der Massenmedien in der modernen Gesellschaft auseinandergesetzt. Er solidarisierte sich mit streikenden Bahnarbeitern und prangerte früh die Folgen des Neoliberalismus an, im Fernsehen kritisierte er in zwei Vorträgen das Medium selbst.
http://www.youtube.com/watch?v=5Joz5G94L7U
Vernetzt Euch
WoZ: Herr Bourdieu, am 1. Mai haben Sie einen internationalen Appell lanciert, den Sie in der französischen Fassung « Für Generalstände der sozialen Bewegung Europas » nennen.
Pierre Bourdieu: Ja, ja, das ist die Bezeichnung, die wir nach einigem Nachdenken gefunden haben.. Das Ziel dieses Aufrufes ist es, eine breite soziale Bewegung gegen den Neoliberalismus zu organisieren.
...
http://www.homme-moderne.org/societe/socio/bourdieu/entrevue...
Pierre Bourdieu starb am 23.Jänner 2002 in Paris.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Bourdieu
FOSE „Verkehrte“ Demokratieentwicklung im Neoliberalismus: Revival von Eliten
http://evakreisky.at/2006/FOS/
Konkurrenz (zu lat. concurrere ‚zusammenlaufen‘, ‚um die Wette laufen‘), auch Wettbewerb, Mitbewerb, österr. Bewerb.
Rivalität, emotionaler Wettbewerb um Ansehen, Macht (insbesondere Vormachtstellungen).
Wettbewerb verschiedener Lebewesen um knappe [bzw. künstlich verknappte] Ressourcen ["Phantom der Finanzkrisen-Show"].
Falls man eine bestimmte Anzahl von Schubfächern hat, und man mehr Objekte in die Fächer legt als Fächer vorhanden sind, dann landen in irgendeinem Schubfach mindestens zwei dieser Objekte.
Es gibt in München mindestens zwei Personen, die exakt dieselbe Anzahl von Haaren auf dem Kopf haben. Beweis: Man teilt alle Bewohner Münchens nach der Anzahl ihrer Haare in „Schubfächer“ ein. Typischerweise hat der Mensch etwa 100.000 bis 200.000, jedoch sicher nicht mehr als 1 Million Haare, damit gibt es maximal eine Million Schubfächer. Da es aber etwa 1,3 Millionen Einwohner in München gibt, hat man mehr Einwohner als Schubfächer, damit landen in mindestens einem Schubfach zwei oder mehr Personen. Diese haben nach Definition der Schubfächer dieselbe Anzahl Haare auf dem Kopf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schubfachprinzip
http://de.wikipedia.org/wiki/Satz_von_Van_der_Waerden
