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Das Geheimnis der Missionsdominikanerinnen


Grillparzer


Mächtige Göttin! Eriho! Jehu! Medea. Und somit genug! Das Opfer ist gebracht, Vollendet das zögernde Geschäft. Nun Pfeil und Bogen her, die Hunde vor, Daß von des Jagdlärms hallendem Getos Der grüne Wald ertöne nah und fern! Die Sonne steigt. Hinaus! hinaus!

Und die am schnellsten rennt und die am leichtsten springt Sei Königin des Tags.-Du hier Peritta? Sagt' ich dir nicht, Daß du mich meiden sollst und gehn? So geh! Peritta (knieend). Medea! Medea. Kniee nicht! Du sollst nicht knien! Hörst du? In deine Seele schäm' ich mich. So feig, so zahm!--Mich schmerzt nicht dein Verlust, Mich schmerzt, daß ich dich jetzt verachten muß Und hab' dich einst geliebt! Peritta. O wüßtest du! Medea. Was denn?--Stahlst du dich neulich von der Jagd Und gingst zum Hirten ins Tergener Tal? Tatst du's? Sprich nein! Du Falsche, Undankbare! Versprachst du nicht du wolltest mein sein, mein Und keines Manns? Sag' an, versprachst du's? Peritta. Als ich's gelobte wußt' ich damals-Medea. Schweig! Was braucht's zu wissen, als daß du's versprachst. Ich bin Aietes' königliches Kind Und was ich tu' ist recht weil ich's getan. Und doch, du Falsche! hätt' ich dir versprochen Die Hand hier abzuhaun von meinem Arm Ich tät's; fürwahr ich tät's, weil ich's versprach. Peritta. Es riß mich hin, ich war besinnungslos,
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