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Export nach Bibione §75 StGB


Mord aus Eifersucht in Vöcklabruck, Angeklagtem droht Lebenslang

VÖCKLABRUCK/WELS. Am 17.03.2005 muss sich der mutmaßliche Kettensägenmörder von Vöcklabruck, Volkmar Nadler (49), vor dem Welser Landesgericht verantworten. Nadler hatte seine Lebensgefährtin zuerst erschossen und dann mit einer Kettensäge zerstückelt, so die Anklageschrift.

Rasende Eifersucht dürfte Volkmar Nadler zu der Wahnsinnstat getrieben haben. Streit gab es zwischen dem mutmaßlichen Mörder und seiner Lebensgefährtin Gabriele Gut (40) schon öfters. In der Nacht zum 22. August 2004 eskalierte dieser jedoch: "Weil Gabriele um 3 Uhr früh noch immer nicht zu Hause war, geriet ich dermaßen in Wut und zertrümmerte den Fernseher im Schlafzimmer. Einige Tage vorher hatte ich für Gabriele Rosen nach Hause gebracht. Diese habe ich in meiner Wut aus dem Fenster auf die Straße hinuntergeworfen", schilderte Nadler den Kriminalisten die Stunden vor dem Mord.

"Du besoffene Drecksau ..."

Als die Blumenhändlerin Gabriele Gut in der besagten Nacht um 5 Uhr früh nach Hause gekommen war, begann der Streit: "Du besoffene Drecksau, wenn du das Trinken nicht vertragst, lass es bleiben. Morgen kannst du dein ganzes Zeug zusammenpacken und verschwinden", soll Gut zu Nadler gesagt haben. Dann ging die Blümenhändlerin ins Bett.

"Ich dachte mir, ich gehe hinüber und schmiere ihr eine. Dann aber entschloss ich mich, sie zu erschießen", so Nadler in einem Verhör. "Ich wartete, bis sie eingeschlafen war und nahm meine Pistole. Ich schoss ihr viermal in den Rücken. Als sie noch immer jammerte, ging ich zu ihrem Kopf und drückte ein fünftes Mal ab. Eigentlich wollte ich mich selbst auch erschießen, war dann aber zu feige", gab Nadler an.

Tage später schmiedete Nadler dann seinen fast perfekten Plan. "Nackt zerstückelte ich die Leiche mit einer Motorsäge und packte sie in neun Müllsäcke", gab der Mordverdächtige an. "In Österreich wollte ich die Leichenteile nicht entsorgen. Letztlich entschloss ich mich, sie nach Bibione zu transportieren. Diesen Ort deshalb, weil ich wusste, dass Gabi Italien eigentlich nicht mag", sagte Nadler zu den Gendarmen laut Anklageschrift.

Die in Italien "entsorgten" sterblichen Überreste wurden bis heute nicht gefunden. Nadler muss sich wegen Mord (§75 StGB) und wegen Störung der Totenruhe am Donnerstag vor Gericht verantworten. Laut gerichtlichem Gutachten war der Vöcklabrucker während der Tat voll zurechnungsfähig.

Quelle:
http://www.nachrichten.at/lokal/340921?PHPSESSID=a9a453bed5c...