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Jakob Fugger


Als Reichtum Ehre einzutragen anfing und denselben Ruhm, Herrschaft, Einfluß begleiteten, da begann der Sinn für Tugend zu sterben, Armut als Schimpf zu gelten, Unsträflichkeit für Übelwollen gehalten zu werden.
Sallust, (86 - 36 v. Chr.), eigentlich Caius Sallustius Crispus Sallust, römischer Historiker

Jakob Fugger von der Lilie (* 6. März 1459 in Augsburg; † 30. Dezember 1525 ebenda), genannt Jakob Fugger der Reiche (gelegentlich auch der Jüngere), war seinerzeit Europas reichster und bedeutendster Kaufmann und Bankier. Er entstammte der gleichnamigen Augsburger Handelsfamilie, die er innerhalb weniger Jahre zu einem der ersten frühkapitalistischen Unternehmen ausbaute.

Die geschickte Ausnutzung des Bergregals verschaffte seiner Firma die Monopolstellung auf dem europäischen Kupfermarkt und legte so die Grundlage für die Weltgeltung und den Reichtum des Familienunternehmens der Fugger. Zu seinen Kunden im Bankgeschäft gehörten Mitglieder des Hochadels, der europäischen Königshäuser und der katholischen Kirche.

Er finanzierte Kriege und Königswahlen und sicherte so seinem Unternehmen ein rasantes Wachstum und erheblichen politischen Einfluss. Sein Vermögen, das auch für heutige Maßstäbe kaum vorstellbare Dimensionen erreichte, verhalf ihm zu dem Beinamen „der Reiche“.

Die auf eine religiöse Tätigkeit gerichtete Ausbildung, die Jakob bis zu diesem Zeitpunkt erhalten hatte, stellte nur eine mäßige Vorbereitung auf das Kaufmannsleben dar. Zwar war er des Lesens und Schreibens mächtig, das Wissen um den Handel und seine Eigenarten und Funktionsweisen fehlte ihm jedoch vollständig. Sein erstes Ausbildungsjahr verbrachte er daher in Italien mit seinen wichtigen Handelszentren Rom, Venedig und Florenz.

Im Fondaco dei Tedeschi, dem deutschen Handelshaus in Venedig, lernte er das neuartige Buchführungssystem nach italienischer Methode kennen.

Einführung des modernen Systems der doppelten Buchführung im Fuggerschen Rechnungswesen

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