Nowotny Bawag Cerberus.
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Der Große Totenkäfer (Blaps mortisaga) ist ein Käfer aus der Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae). Er wird auch Totenansager genannt und wurde als Vorbote kommenden Unheils angesehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Totenk%C3%A4fer
Staaten gehen oft bankrott.
1811 Kaisertum Österreich
1813 Dänemark
1876 Osmanisches Reich (Türkei)
1918 Russisches Reich
1923 Deutschland als Spätfolge des Ersten Weltkrieges.
1948 Deutschland als Folge des Zweiten Weltkrieges.
1975 war die Stadt New York bankrott.
2002 Argentinien
Der Staatsbankrott (auch Staatsinsolvenz) ist die förmliche Erklärung einer Regierung, fällige Forderungen nicht mehr (Repudiation) oder nur noch teilweise erfüllen zu wollen, oder die faktische Einstellung fälliger Zahlungen.
Oft wird im Rahmen von internationalen Verhandlungen (z. B. das Londoner Schuldenabkommen 1953) ein teilweiser Schuldenerlass oder eine Umschuldung (z. B. die Brady Bonds der 80er Jahre) vereinbart. Diese Abkommen sichern die Rückzahlung von Teilbeträgen unter Verzicht auf die meisten Forderungen. Im Rahmen der Argentinien-Krise mussten die Gläubiger z. B. auf 75 % ihrer Forderungen verzichten.
Folgen für den Bürger
drastische Abwertung seiner Geldvermögen, da die einheimischen Sparer meist ein bedeutender Gläubiger des Staates sind.
* eine Bankenkrise, da die Banken hohe Abschreibungen auf ihre Staatskredite vornehmen müssen
Wirtschaftskrise
da die inländische Nachfrage reduziert wird und Investoren Gelder zurückziehen
Währungskrise
da ausländische Anleger die betroffene Volkswirtschaft meiden.
„Kreative“ Geldbeschaffung
Staaten in Geldnot erfanden eine Vielzahl von Maßnahmen, um Gelder aufzunehmen, ohne dass dies als Kreditaufnahme erkennbar war. Beispiele sind
- Verkauf von Staatsvermögen oder -rechten (z. B. das Zündholzmonopol)
- im Dritten Reich z. B. Mefo-Wechsel
Diese Maßnahmen führten immer zur Inflation, rückgestaute Inflation also aufgeschobenen Staatsbankrott (siehe Währungsreform 1948).
Hyperinflation
Einführung neuer Geldzeichen oder „Wegstreichen“ von Nullen (1 Billion Papier-Mark = 1 Rentenmark im November 1923), um- bzw. Abwertungen von Bargeld, geschäftlichen und privaten Geldkonten und Versicherungskonten.
Indikatoren zur Messung des Staatenrisikos
Ein wichtiges Kennzeichen für die Gefahr eines Staatsbankrotts ist das Reinvermögen des Staates (Vermögen abzüglich Schulden).
Dieses kann durch eine Vermögensrechnung im Rahmen der Kameralistik oder durch eine kaufmännische Buchführung ermittelt werden.
So besteht zum Beispiel in Deutschland der verfassungsrechtliche Auftrag, eine vollständige Vermögensrechnung zu erstellen. Gleichwohl unterlässt dies der deutsche Staat.
In Österreich wird das Reinvermögen ermittelt. Obwohl das Reinvermögen dort seit Jahren abnimmt, hat dies keine Folgen für die Entscheidungen Österreichs.
Einzig die Schweiz hat eine Schuldenbremse, die eine mittelfristige Verringerung des Reinvermögens verhindert.
Maßnahmen
Senkung der Staatsausgaben und Erhöhung der Staatseinnahmen.
- Streichung von Sozialleistungen und Subventionen
- Steuern erhöhen und neue Steuern einführen (z.B. CO2)
- Inflation anheizen. Dadurch steigen nominell - nicht unbedingt reell - die Löhne und Ausgaben der Bürger. Gerade bei der Einkommensteuer gelangen sie dadurch in höhere Progressionsklassen. Diese sogenannte „kalte Progression“ wirkt de facto wie eine Steuererhöhung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott
Der deutsche Staat darf nicht unbegrenzt Schulden machen. Nach Art. 115 GG besteht ein Parlamentsvorbehalt und eine inhaltliche Begrenzung (die Kredite dürfen nicht die Summe der Investitionen übersteigen). Dabei schränken allerdings Desinvestitionen (Verkauf von Vermögen) die Verschuldungsmöglichkeiten nicht ein. Um eine antizyklische Finanzpolitik zu gewährleisten, besteht eine Ausnahmeregelung, dass bei einer "Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts" auch höhere Verschuldungen zulässig sind. Da diese "Störung" von der Bundesregierung selbst festgestellt wird, ist die Wirkung des Art. 115 gering. Auf Ebene der Länder besteht keine rechtliche Verschuldungsgrenze.
Die am Euro teilnehmenden Länder haben sich verpflichtet, dieselben Kriterien im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspakt auch nach der Euro-Einführung einzuhalten.
Diese als Maastricht-Kriterien bezeichneten Grenzen sind willkürlich gesetzt worden und wurden seitens Deutschlands und auch anderer Länder seit 2002 mehrfach nicht mehr eingehalten. Deutschland hat beim Staatsdefizit 2006 erstmals seit fünf Jahren wieder die Vorgaben des Euro-Stabilitätspaktes erfüllt.
Für die Schweiz gilt die Schuldenbremse, die grundsätzlich ausgeglichene Haushalte fordert.
Keyne Wahn
Aus keynesianischer Sicht eine verstärkte Verschuldung temporär zur "Ankurbelung" des Wirtschaftswachstums rechtfertigen. Von verschiedenen neokeynesianischen Ökonomen wird der Staat dazu aufgefordert, sich zur Vermeidung von Deflation langfristig zu verschulden.
Ob eine hohe Staatsverschuldung zu mehr Wachstum führt, ist im Hinblick auf den anhaltenden Anstieg der Staatsverschuldung und die gleichzeitig niedrigen Wachstumsraten, insbesondere in Deutschland, umstritten, zumal die Zinsforderungen der Gläubiger bereits höher sind als die jährliche Neuverschuldung.
Generationenbilanz
Staatsschulden sind auf die Zukunft verschobene Steuererhöhungen, die dann von den "nachfolgenden Generationen zu tragen sind".
Gläubiger
Inlandsschulden führen zu einer Vermögensumverteilung innerhalb der Volkswirtschaft (Umverteilungs- und Generationenproblematik). Bei Auslandsschulden fließt Liquidität in eine andere Volkswirtschaft ab.
Crowding-Out Effekt
Durch die hohe Nachfrage des Staates nach Geld steigen die Zinsen und damit die Finanzierungskosten der Unternehmen. Für sie werden Kredite teurer, Investitionen unterbleiben. Dadurch sinkt ihre Wettbewerbsfähigkeit, das Wirtschaftswachstum leidet.
Nominal haben laut CIA World Factbook 2005 die USA mit 7,401 Billionen Dollar die höchste Staatsverschuldung, darauf folgen Japan mit 7,242 Billionen Dollar und Deutschland mit 1,596 Billionen Dollar. In der Schweiz liegt sie bei 184 Milliarden Dollar. Österreich hat eine Verschuldung von 165 Milliarden Dollar. Während Liechtenstein keine Verschuldung kennt, hat Luxemburg 2006 erstmals eine Staatsverschuldung.