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Prekariat


Werkverträge, freie Dienstverhältnisse und neue Selbstständigkeit. Die prekär Beschäftigten werden mehr, und sie arbeiten meist unter schwierigen sozialen Bedingungen: Ihr Arbeitsleben zeichnet sich durch flexible Arbeitszeiten, die Abrufbereitschaft und eine im Vergleich mit Angestellten schlechtere sozialrechtliche Absicherung aus.

Von Betroffenen und Wissenschaftlern wurde deshalb für diese Gruppe - in Analogie zum "Proletariat" - der Begriff des "Prekariats" gebildet.

Die Neuen Selbstständigen aber vereinen die früher als Gegensätze verstandenen Charakteristika in einer Person: Sie sind Unternehmer und Arbeitnehmer gleichzeitig, meist fungieren sie auch noch als Investor, ohne dessen Kapital die "Firma" gar nicht arbeiten könnte.

Mittelstand löst sich auf - prekarisierte Peripherie
Die kreative Produktion hat sich aus den bestehenden Institutionen und Organisationen mit abgesicherten Jobs und Karriereverläufen an eine prekarisierte Peripherie und Semiperipherie ausgelagert. Das Innovationsrisiko wurde in den vergangenen Jahren buchstäblich out-gesourced."

Da sich gleichzeitig auch die Projektzyklen verkürzen und damit das Tempo am Arbeitsmarkt immer größer wird, hat der einzelne kaum mehr Gelegenheit, seine Beziehungsgeflechte zu vertiefen. Der Mittelstand verfügt zunehmend über zerfledderte und ausgefranste Netzwerke mit vielen Lücken.

Die Kehrseite der "Do-it-alone Mentalität" sehen Soziologen in Burn-Out, Depression und sozialem Isolationismus.
Quelle: http://science.orf.at/science/news/135021

Neu ist das nicht!
Früher hat man dazu Tagelöhner gesagt.
Der Hauptunterschied ist nur, das die Tagelohner im Mittelalter angeblich nur 4% der Gesellschaft ausmachten. 2005 machen die "Neuen Selbstständigen" schon ein Drittel der gesamten Arbeitskraft aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tagelöhner