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Scheidungsrate Wien


Scheidungsrate in Österreich auf historischem Hoch (Wien: 60,1 Prozent)

Fast die Hälfte aller gegenwärtig geschlossenen Ehen werden geschieden. Die Scheidungsrate betrug im Jahr 2004 exakt 46,1 Prozent, berichtete die Statistik Austria am Montag. Damit wurde eine neue Rekordmarke erreicht. An der Spitze liegt Wien mit 60,1 Prozent, am ehesten bleiben Paare in Kärnten zusammen. Die mittlere Dauer einer geschiedenen Ehe liegt bei 9,5 Jahren (2003: 9,9).

Im vergangenen Jahr wurden laut den zuständigen Gerichten 19.590 Paare rechtskräftig geschieden, um 524 oder 2,7 Prozent mehr als 2003. 46 von 100 gegenwärtig geschlossenen Ehen werden früher oder später vor dem Richter enden, wenn die Wahrscheinlichkeiten des Jahres 2004 unverändert bleiben. Die bisherige Rekordrate datiert aus dem Jahr 2001 mit 46,0 Prozent.

Fast neun von zehn Trennungen erfolgten im beiderseitigen Einvernehmen. Wie in Wien lag auch in Niederösterreich die Scheidungsrate mit 46,6 Prozent über dem Österreichwert. Darunter lagen Vorarlberg (43 Prozent), Steiermark (42,2 Prozent), Salzburg (41,7 Prozent), Oberösterreich (40,2 Prozent), Burgenland (39,4 Prozent), Tirol (36,7 Prozent) und Kärnten (36,5 Prozent).

Der Anteil der Scheidungen innerhalb des ersten Ehejahres betrug 2,1 Prozent. 8,3 Prozent der Ehen dauerten weniger als zwei Jahre. War 1994 nur jedes 13. geschiedene Paar mindestens 25 Jahre verheiratet gewesen, so trat 2004 bereits jedes zehnte Paar nach der Silberhochzeit den Gang zum Scheidungsrichter an. Es gab sogar 13 Paare, die nach der Goldenen Hochzeit auseinander gingen.

Das durchschnittliche Scheidungsalter der Männer betrug 41,4 Jahre, das der Frauen 38,7. Es lag damit jeweils um rund drei Jahre über dem 1994 verzeichneten Wert.

39,3 Prozent aller geschiedenen Ehen waren kinderlos geblieben. Dennoch betrafen die Scheidungen 2004 15.607 Minderjährige.

Quelle: http://www.salzburg.com/sn/nachrichten/artikel/1601528.html