226 Menschen besitzen miteinander eine Billion Dollar
2,7 Milliarden haben täglich weniger als 1 Dollar zum Leben
2 Milliarden haben kein sauberes Trinkwasser und keine medizinische Versorgung.
20 % Reiche verbrauchen 86 % des gesamten Welteinkommens für privaten Konsum
20 % Arme haben dafür nur 1,3 % des Welteinkommens zur Verfügung
20 % Reiche verbrauchen 58 % der Weltenergie
20 % Armen stehen 4 % der Weltenergie zur Verfügung
Über 800 Millionen „leiden“ an Übergewicht im Norden
842 Millionen hungern im Süden
Lebensmittel gäbe es genug für 12 Milliarden Menschen
Täglich verhungern 30.000 Kinder
Öster-reich: 28.000 Euro-Millionäre, 350 Menschen mit mehr als 10,9 Mio. Euro Besitz
Öster-arm: 5,9 % der Bevölkerung sind armutsgefährdet, rund 570.000 Frauen leben unter der Armutsgrenze
http://www.neuesgeld.com/page.php?id=64
Regionalgeld
Chiemgauer können von Verbrauchern mit einem Wert von 1:1 gegen Euro gekauft, jedoch nicht in Euro zurückgetauscht werden. Teilnehmende Unternehmen können Chiemgauer in Euro zurücktauschen gegen eine Gebühr, die 5% beträgt ("Regionalbeitrag"). Von den 5% gehen 60% an einen gemeinnützigen Verein. Welcher Verein gefördert wird, bestimmt derjenige, der Euro in Regiogeld einwechselt. Die verbleibenden 40% dienen der Kostendeckung des Herausgebers.
Anfang 2010 wurde das Regiogeld von 565 Unternehmen akzeptiert und von 3.000 Mitgliedern genutzt. Im Umlauf waren über 400.000 Chiemgauer. Die Umsätze des Chiemgauer-Netzwerks lagen
2003 bei 70.000 Euro
2008 bei 3 Mio. Euro
2009 bei 4 Mio. Euro.
Das jährliche Wachstum von 2008 auf 2009 lag bei 21%. Damit ist der Chiemgauer das derzeit größte Regiogeld-System im deutschsprachigen Raum und eine der erfolgreichsten Komplementärwährungen der Welt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgauer
Das Freigeld von Wörgl in Tirol
Als Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929 war die Wirtschaftslage in der Region um Wörgl 1931 geprägt von einer Deflation. Eine Schuldenlast in Höhe von 1,3 Millionen Schilling und 1.500 Arbeitslose, von denen etwa die Hälfte auf die Armenfürsorge der Gemeinde angewiesen war, machten es unmöglich, auch nur die notwendigsten Investitionen zu tätigen. Die in Umlauf befindliche, an die Goldreserven gebundene Geldmenge verkleinerte sich zusehends.
Vor diesem Hintergrund arbeitete Michael Unterguggenberger ein Nothilfe-Programm aus, umlaufgesichertes Freigeld als Komplementärwährung im Wert von 34.500 Schillingen für die Region Wörgl auszugeben. Ideenlieferant war ihm dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Am 8. Juli 1932 wurde das Geldexperiment vom Wörgler Gemeinderat einstimmig angenommen.
Unterguggenbergers Nothilfe-Programm wirkte. Wachsende Bautätigkeit und Konsumfreude ließ bis 1933 die Arbeitslosenzahl in der Region um ein Viertel sinken, während sie sonst in Österreich weiter stieg.
Das Experiment fand weltweite Beachtung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Unterguggenberger
Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Sch...