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Who-chew-no-ah-Vuk-kuta
Hitler verstand nur Bahnhof
Letzter "Code-Talker" tot
Wenn Charles Chibitty (83) seine Nachrichten von vorderster Front durchgab, verstand die deutsche Wehrmacht nicht einmal Bahnhof. Chibitty vom Stamm der Komantschen arbeitete nach der Landung in der Normandie 1944 als lebende Chiffriermaschine in der US-Armee. Seine Nachrichten in Stammessprache konnten die deutschen Abwehrspezialisten nicht knacken. Als letzter von 17 Komantschen seiner Nachrichtenkompanie sei der mehrfach ausgezeichnete Kriegsheld am Mittwoch in einem Altenheim in Tulsa (Oklahoma) gestorben, berichtete die Tageszeitung "Oklahoman" am Freitag.
Who-chew-no-ah-Vuk-kuta hieß beispielsweise in Stammessprache "schwangeres Flugzeug" und bezeichnete einen Bomber. Weil Begriffe aus dem Militär zu modern für die altüberlieferte Indianersprache waren, behalfen sich die so genannten Code-Talker mit Umschreibungen. Aus Panzern wurden einfach "Schildkröten" und aus Flugzeugen "Truthähne". "Ich habe mich gefragt, was zum Teufel Hitler wohl dachte, wenn er die komischen Stimmen hörte", sagte Chibitty während einer Zeremonie im Juni 2002.
1989 ehrte die französische Regierung den Komantschen mit dem Orden "Chevalier of the National Order of Merit". Auch in den USA erhielt Chibitty Anerkennungsurkunden und Militärauszeichnungen.
Die "Code-Talker" gehören zur Rubrik "berühmter Militärgeheimnisse". Die Sprache der Indianer vom Stamm der Komantschen, Irokesen oder Navajo war nicht dokumentiert und bis 1968 durften die ehemaligen Soldaten nicht einmal ihren Familien vom Militäreinsatz erzählen.
Quelle: http://www.n-tv.de/558895.html
