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Zecken


Zecken Ixodida Überfamilie innerhalb der Milben Acari mit lederartig dehnbarer Haut und gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie werden hier den parasitischen Milben der Unterordnung Parasitiformes Anactinotrichida zugeordnet. Zeckenschlinge

PROPAGANDA


"Die Zeckenimpfung ist in Österreich ein hervorragendes Geschäft für Pharmafirmen, Ärzte und Apotheker - der Kundenstrom versiegt dank Dauerkampagen nicht"

"...Aber der [Fernseh]Spot weist einen Schönheitsfehler auf: Zecken jagen nicht."

"Wenn man von einem Epidemiegebiet ausgeht, in dem jede tausendste Zecke das Virus trägt, so liegt das Ansteckungsrisiko nach einem Biss also bei sagenhaften 0,03 Prozent"

"Der Kreis schließt sich"
"ARGE Gesundheitsvorsorge, ... verweist auf
PR-Agentur Hochegger|COM ... verweist auf
Ärztekammer ... verweist auf
Linzer Kinderarzt Dr. Wolfgang Sedlak ... verweist auf Baxter und Novartis ... verweist auf
PR-Agentur: Hochegger|COM." [1]

Grafik Zeckenopfer in Österreich 2000-2006 (APA)


Vorbeugung

Zecken laufen häufig vor dem Biss über eine Stunde auf ihrem Wirt umher.

Daher kann man sie durch rechtzeitiges Absuchen des Körpers (vor allem der Beine) auch schon vor dem Biss entdecken. Auch sollte man sich nie direkt ins Gras setzen.

Gras mähen.

Im kurz gemähten Gras werden die Zecken sehr schnell von Vögeln entdeckt und vertilgt.

Nach jedem Aufenthalt im Grünen sollte man deshalb die Kleidung und Unterwäsche gut ausschütteln und nach Zecken durchsuchen, anschließend duschen und den Körper nach Zecken gut absuchen – am besten gegenseitig.

Schnell


Denn je schneller man die Zecke entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Für die Übertragung von Borrelien muss die Zecke mehrere Stunden gesaugt haben. Ein schnelles Entfernen der Zecken ist deshalb der beste Schutz gegen eine Borreliose. Bei der FSME geht die Infektion wesentlich schneller, aber auch hier gilt: Ein rasches Entfernen mindert das Risiko, zu erkranken.

Entfernen

Eine Zecke, die sich festgebissen hat, sollte man nicht in der Haut belassen, sondern so schnell wie möglich entfernen.

Untersuchungen an Mäusen und Hamstern haben ergeben, dass die Gefahr einer Borreliose-Infektion und eventuell auch die Gefahr einer Infektion mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) um ein Vielfaches mit der Dauer des Saugaktes ansteigt. So war nur eines von 14 Tieren infiziert, wenn die Zecke innerhalb von 24 Stunden entfernt wurde; dagegen waren 13 von 14 Tieren erkrankt, wenn die Zecke 72 Stunden lang saugen konnte. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen.

Werkzeuge


Werkzeuge zur Entfernung

Zecken lassen sich mit verschiedenen Instrumenten entfernen.
* Mit einer Pinzette wird die Zecke möglichst hautnah gepackt und herausgezogen oder herausgedreht. Speziell für diesen Zweck entworfene Pinzetten sind unter der Bezeichnung Zeckenzange erhältlich.
* Bei „Zeckenkarten“, werden die Flanken eines Schlitzes unter die Zecke geschoben. Die eingeklemmte Zecke kann dann mit der Karte als Hebel abgezogen werden.
* Ein „Zeckenhaken“ ist ein geschlitzter, gebogener Stab, der ähnlich wie ein Nageleisen funktioniert.
* Mit Kreuzknoten in einem stabilen Faden kann eine sich zuziehende Zeckenschlinge um die Zecke gelegt werden. Anschließend wird die am Faden hängende Zecke heraus gezogen.

Untersuchung

Zeckenstiche mit Datum/Uhrzeit und Foto dokumentieren (im Falle einer Erkrankung Belege für Infektionszeitpunkt)

Traut man sich das Entfernen der Zecke nicht selbst zu, sollte ein Arzt zum fachgerechten Entfernen aufgesucht werden.

Es besteht die Möglichkeit die entfernte Zecke mittels PCR-Untersuchung (Polymerasekettenreaktion, eine Form der DNA-Untersuchung) in einem Labor auf Erreger untersuchen zu lassen.

Dazu sollte die Zecke möglichst lebendig in einem Gefäß mit etwas Feuchtigkeit (zum Beispiel Stück nasses Taschentuch) aufbewahrt werden.

Der Direktnachweis von Borrelien(-DNA) oder FSME aus Zecken mittels PCR wird von verschiedenen Firmen bzw. Laboren angeboten. (ca. 10 bis 100 Euro).

FSME


Im deutschen Sprachraum besteht die Gefahr einer FSME-Infektion nur in bestimmten Gebieten, die sich jedoch von Jahr zu Jahr entlang der Flüsse ausdehnen. Während man sonst davon ausgeht, dass jede 20.000ste Zecke das Virus in sich trägt, so ist in diesen Epidemiegebieten schon jede 1000ste Zecke betroffen. Das Ansteckrisiko bei FSME liegt allerdings bei lediglich 0,03 Prozent.

Allergische Reaktionen


Reaktionen auf den von Zecken abgesonderten Gerinnungshemmer können in seltenen Fällen beim Menschen auch zu Lähmungen und zum Tode führen, insbesondere wenn der Zeckenstich an Hinterkopf und in Nähe der Wirbelsäule erfolgte (Zeckenparalyse).

Die Zecken (Ixodida) sind eine Überfamilie innerhalb der Milben (Acari) mit lederartig dehnbarer Haut und gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie werden hier den parasitischen Milben der Unterordnung Parasitiformes (Anactinotrichida) zugeordnet. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Die meisten Arten sind Ektoparasiten (sie dringen nicht in das Wirtsinnere ein) an Wirbeltieren. Als Wirte dienen Vögel, Reptilien und Säugetiere (Nager, Fledermäuse, Hundeartige, Paarhufer).

Natürliche Feinde


Als natürliche Feinde der Zecken sind bisher festgestellt worden:
* extrem kalte Winter (< −20 °C)
* einige Pilzarten (zum Beispiel Metarhizium anisopliae)
* Fadenwürmer (Nematoden), von denen sie befallen werden können. Ein solcher Befall ist für die Zecke tödlich.
* Vogelarten, die gerne Zecken fressen.
* kleine, parasitische Wespen wie beispielsweise die Erzwespe Ixodiphagus hookeri.[3] Diese Wespen legen ihre Eier in die Zecken und aus diesen schlüpfen dann die Wespenlarven, welche die Zecken von innen her auffressen und damit töten.
* Im südlichen Afrika wurde auch beobachtet, dass Sumpfschildkröten Nashörner von diesen Parasiten befreien.

Systematik


Zecken werden in drei Familien eingeteilt und es gibt insgesamt weltweit mehr als 850 Arten.

Lederzecken (Argasidae)
o Argas
+ Taubenzecke (Argas reflexus)
o Ornithodorus (auch: Ornothodoros)
o Nothoaspis
o Otobius
+ Ohrenzecke (Otobius megnini)

Schildzecken (Ixodidae)
o Ixodes
+ Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
+ Hirschzecke (Ixodes scapularis)
+ Igelzecke (Ixodes hexagonus)
+ Fuchszecke (Ixodes canisuga)
+ Ixodes persulcatus
o Rhipicephalus
+ Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
o Buntzecken (Dermacentor)
+ Schafzecke (Dermacentor marginatus)
+ Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
+ Amerikanische Hundezecke (Dermacentor variabilis)
o Haemaphysalis
o Hyalomma
o Amblyomma
+ Amblyomma americanum, „Lone Star Tick“
o Margaropus
Nuttalliellidae
o Nuttalliella
+ Nuttalliella namaqua Bedford - einzige bekannte Art dieser Familie.
[2]


Quellen:
[1] Reimon Michel. Der Standard. 12 Apr 2007
URL:http://derstandard.at/?url=/?id=2839822 Archiv: http://www.webcitation.org/5lFfCLIUv
[2] wikipedia